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Kredit und Fremdwährung

Bei Fremdwährungsfinanzierungen erhalten Sie Ihren Kredit statt in Euro in einer Fremdwährung, zum Beispiel in Schweizer Franken oder Japanischen Yen, wobei der Kreditbetrag in Euro ausbezahlt wird.

Expertentipp!
Fremdwährungskredit nur dann, wenn auch eine Finanzierung in Euro problemlos möglich ist.

Die Vorteile des Fremdwährungskredites liegen im niedrigen Zinssatz der Fremdwährung und in der Chance, dass sich der Kreditrückzahlungsbetrag durch sinkende Wechselkurse verringert. Ebenso kann ein Ansteigen der Zinsen oder der Wechselkurse diese Vorteile aber wieder zunichte machen.

Ein gewisses Risiko ist bei der Fremdwährungsfinanzierung also immer vorhanden, wobei sowohl Gewinne als auch Verluste erst zum Zeitpunkt der Konvertierung realisiert werden.

Kredite in fremder Währung werden zumeist als "endfällige" Finanzierung angeboten (das bedeutet, dass Sie während der Laufzeit nur die Zinsen bezahlen). Parallel zu der Fremdwährungsfinanzierung wird ein Tilgungsträger (Er-/Ablebensversicherung, Fondsgebundene Lebensversicherung, Fondsanteile) angespart, dessen Erlös am Ende der Laufzeit zur Kapitalrückzahlung verwendet wird.

Verzinsung

Diese Kredite werden zumeist nur kurzfristig (3 Monate) zinsgebunden (damit wird die Flexibilität beim Umstieg in eine andere Fremdwährung bzw. in den Euro aufrecht erhalten) und als "endfällige" Finanzierung angeboten.

Der wesentliche Vorteil eines Fremdwährungskredites liegt in der Ausnutzung eines tieferen Zinsniveaus, da in einigen Währungen Zinssätze für einen Kredit gegenüber einer Euro-Finanzierung günstiger sind.

Da aber die Zinsen laufend angepasst werden, ist ein möglicher Anstieg des Zinsniveaus auch bei dieser Finanzierungsform nicht auszuschließen.

Wechselkursentwicklung

Im Fall steigender Wechselkurse (d.h. der Euro-Gegenwert der Fremdwährung steigt) ergibt sich bei einem Währungswechsel bzw. bei der Rückzahlung der Finanzierung ein Gewinnpotential, im Falle sinkender Kurse ein entsprechendes Verlustpotential.

Wechselkursschwankungen führen somit zu einer entsprechenden Veränderung des Euro-Gegenwertes Ihrer Finanzierung.

Realisiert werden Gewinne und Verluste erst bei einem Umstieg in die heimische Währung.

Sicherheitspolster bei Fremdwährungsfinanzierungen

Ein zusätzlicher Sicherheitspolster bei Fremdwährungsfinanzierungen ist, zumindest die Hälfte der Ersparnis der günstigen Fremdwährungszinsen gegenüber den Eurozinsen in einer jederzeit verfügbaren Sparform anzulegen. Bereits nach wenigen Jahren sammelt sich dabei eine ansehnliche Summe an, die bei Bedarf zur vorzeitigen Teilrückzahlung des Kredites oder als Ausgleich für gestiegene Zinsen dienen kann.

Ständige Beobachtung und Limits

Um nicht von einem Ansteigen einer Währung überrascht zu werden ist es notwendig die Entwicklung ständig zu beobachten.

Ebenso empfiehlt es sich bei Beginn vor allem für Verluste eine Obergrenze festzusetzen, die keinesfalls überschritten werden sollte.

Hinweis:
Da wir selbst die Berechtigung zur gewerblichen Vermögensberatung gem. § 94 Z 75 Gewerbeordnung 1994 nicht besitzen, sind wir neben den oben angeführten Informationen zur weiteren Beratung und Vermittlung von Veranlagungen, Personalkrediten, Hypothekarkrediten, Finanzierungen etc. nicht berechtigt, können jedoch für solche Angelegenheiten auf einen zuverlässigen und unabhängigen Finanzdienstleister zurückgreifen.

 

 

 

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